Wie sitzt ein Dirndl richtig?

Wie sitzt ein Dirndl richtig?

Zu eng, zu weit, es ist eine Qual, wenn das Dirndl macht, was es will. Egal, ob Alltagsdirndl, Sonntagsdirndl, Festdirndl oder die vielgepriesene Dirndlschleife, ein schlecht sitzendes Dirndl ist kein besonderes Aushängeschild. Sie kennen das Problem? Dann wird es Zeit, sich zu kümmern!

Wenn die Qualität stimmt, dann richtet sich alles wie von Zauberhand – nicht ganz. Sicher ist der Qualitätsanspruch ein entscheidender Faktor für Faltenwurf & Co., aber auch andere Kriterien suchen nach Aufmerksamkeit. Wie ist es zum Beispiel um die Länge, den Ausschnitt und die Schleife bestellt? Fragen über Fragen, um die nicht lange herumgeredet wird…

Wie sitzt ein Dirndl richtig

Bettina Grieshofer von der Platzhirsch Dirndlerei

Eine gute Qualität beim Dirndl zahlt sich aus!

Qualitätskriterien entscheiden darüber, ob ein Dirndl Hopp oder Flopp ist. Der alte Grundsatz „Wer billig kauft, kauft zweimal!“ hat auch heute seine Berechtigung. Eine gute Qualität kann FRAU sehen, denn das verwendete Material ist ein entscheidender Faktor.

Die Qualität eines Dirndls hängt grundsätzlich vom verwendeten Material ab.
Ohne hochwertigen Anspruch an den Stoff hilft die beste Schneiderkunst nichts.
Die individuelle Schnittführung und die geschmackvolle Stoffzusammensetzung geben dem Dirndl den richtigen Charme und unterstreichen liebevoll die Ausstrahlung meiner Kundinnen. – Bettina Grieshofer von der Platzhirsch Dirndlerei

Der Fokus sollte deshalb auf dem verwendeten Stoff liegen, da sonst die beste Schneiderkunst „für die Katz“ ist. Die Schnittführung setzt auf Individualität, und auch die Stoffzusammensetzung sollte sich vielleicht „unabhängig von der Stange“ bewegen.

Kurzum, Sie wollen doch eine gute Figur machen, oder? Dann achten Sie verstärkt auf eine gute Passform des Dirndls, denn der Leib muss einfach ganz eng sitzen. Wer hier mit Bedenken aufwartet, dem sei gesagt, dass die Gewöhnung hier eine große Rolle spielt.

Damit Sie das Dirndl wie eine zweite Haut umschließt, sind Stoffqualitäten, die sich durch leichte Stretchigkeit auszeichnen, die erste Wahl, zumal auch dem Wohlfühlfaktor Rechnung getragen wird. Das Dirndl von Heute sollte gute alte Handwerkskunst und gelebte Nachhaltigkeit in sich vereinen!

Zwei Dirndln aus der neuen Kollektion von Julia Trentini

Zwei Dirndln aus der neuen Kollektion von Julia Trentini

Wie war das doch gleich mit der Körbchengröße?

Sicherlich, „das Holz vor der Hütten“ ist nicht zu verachten, dennoch lässt sich mit jeder beliebigen Körbchengröße ein perfektes Traum-Dirndl-Dekolleté zaubern – versprochen!

Es bedarf eigentlich nur des richtigen BHs sowie der perfekten Bluse, um weibliche Wünsche wahr werden zu lassen. Ein Dirndl steht jeder Frau! – dieser Kernsatz kann durch ein paar kleine „Schummeleien“ erhärtet werden.

Schummeln? Schauen Sie nicht so erstaunt – ein bisschen ist erlaubt.

So lässt sich eine kleine Oberweite durchaus voller schummeln, während sich mittelgroße Oberweiten verführerisch formen lassen. Ach ja, und auch die üppigen Oberweiten lassen sich perfekt verpacken, denn Dirndlsünden müssen doch wirklich nicht sein, oder?

Die kleinen Oberweiten gewinnen durch Rüschen, Puffärmel und Raffungen, denn fast alles ist erlaubt, um ein „Mehr“ zu definieren. Aber auch der Blusenausschnitt, das Mega-Volumenwunder, steht im Fokus.

Silikon, was für ein schreckliches Wort, aber als Silikonpads durchaus gesellschaftsfähig, oder?

Die mittelgroßen Oberweiten sollten sich an alles halten, was Spaß macht. Egal, ob tief ausgeschnittene oder hochgeschlossene Blusen, auch raffinierte Materialien geben hier den Ton an, denn eine gewisse Detailverliebtheit ist Muss.

Last but not least die üppigen Oberweiten, sie profitieren von allem, was nicht aufträgt. Hier ist Understatement gefragt! Mädels, schummelt bei allen Körbchengrößen munter drauflos!

Hände weg! von…

Die Dirndl-Sünden warten an jeder Ecke, und so sind Polyester-Dirndl, zu kurze Dirndl, Too-much-Glitzer-Dirndl, Dirndl mit schlechter Passform und falsche Dirndl-Blusen ein No-Go.

Weil wir doch gerade bei den Sünden sind…

Auch ein Dirndl will richtig angezogen sein, denn es muss super eng sitzen. Die dazugehörige Dirndlbluse darf in keinem Fall zu groß sein. Die als kleines Bscheisserl genannte Bluse endet direkt unter der Brust und wird schließlich so zusammengezogen, dass ein attraktiver Brustansatz zur Schau steht.

Selbstverständlich wird kein normaler BH getragen, es muss schon ein unique Dirndl-BH sein, der kann nämlich zaubern! Aus einem A-Körbchen wird so spielend eine C-Größe. Sie glauben es nicht? Probieren Sie es einfach aus!

Auch das Strumpfband sollte nicht stiefmütterlich behandelt werden, denn es eignet sich super zur Geldaufbewahrung. Und, wo ist der Trachtenschuh? Ob ein Trachtenschuh Pflicht ist und jeder andere Schuh ein No-Go, wird immer heftig diskutiert. Warum sollen junge Mädchen nicht auch Ballerinas tragen?

Last but not least noch ein Wort zur Schürze, die richtig gebunden werden muss. Nicht vergessen, Schleife auf der rechten Seite, bedeutet, Sie sind vergeben. Eine links gebundene signalisiert dagegen, dass Sie Single und erfreut sind, wenn Man(n) euch anspricht.

Aber Achtung: in manchen Gegenden wird die Schleife traditionell hinten gebunden!

Die Frage: Welcher Figur-Typ bin ich? – müssen Sie nun alleine beantworten. Schützenhilfe gibt es bei uns.

Alle anderen Fragen haben wir hoffentlich erschöpfend beantwortet, so dass das Dirndl jetzt aus dem Schrank geholt werden kann und Sie keinen Fauxpas zu befürchten haben…

Länge, Schnitt, Qualität - wie sitzt ein Dirndl richtig?

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