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TrachtenBrummsel: Die Dirndltasche, die nicht verloren geht

TrachtenBrummselBeim Namen TrachtenBrummsel beginnen wohl viele zu schmunzeln und fragen sich, was das bedeutet.

Das bayrische Label bietet schöne Accessoires und Dirndln zu bezahlbaren Preisen an.

Dahinter stehen die beiden Schwestern Gwendolyn und Jessica Ellis, die jedes Produkt mit Liebe zum Detail und einem praktischen Hintergrund herstellen, wie zum Beispiel ein Schlüsselband, damit man in der Tasche die Schlüssel schnell findet oder eine Dirndltasche, die an der Schürze befestigt wird, damit man die Hände für Tanz und Feiern frei hat.

Wir haben die beiden Schwestern zum Interview gebeten.

TrachtenBrummsel – Accessoires mit Herz und Hirn

Liebe Jessie, liebe Gwen, als Erstes interessiert uns natürlich woher Ihr ungewöhnlicher Name kommt!

Gwen: Wir haben einfach den Spitznamen meiner ersten Tochter mit „Trachten“ kombiniert, weil uns das gut gefiel. Der Name bringt die meisten Leute zum Schmunzeln und das finden wir sehr schön.

Jessie: Mir fällt natürlich unsere Lieblingsgeschichte zu unserem Firmennamen ein: Vor zwei, drei Jahren hat ein bekanntes deutsches Handarbeitsmagazin eine „Nähanleitung für eine TrachtenBrummsel“ veröffentlicht. Ich bin vor Schreck fast vom Stuhl gefallen! Abgebildet war allerdings eine Dirndltasche, die überhaupt nichts mit unserer Brummsel gemeinsam hatte. Im Gespräch mit der Chefredakteurin des Magazins stellte sich heraus, dass man dort – im hohen Norden – davon ausging, dass „TrachtenBrummsel“ der bayrische Begriff für „Dirndltasche“ wäre. Uns hat das sehr amüsiert und wir haben uns sogar ein bisserl geehrt gefühlt.

Wie sind Sie auf die Idee für Ihre Dirndltaschen gekommen?

Jessie: Zu Weihnachten 2008 lag die erste Brummsel – so nennen wir die Dirndltasche – unterm Christbaum. Gwen hatte sie für mich genäht, weil ich fast täglich auf die Wiesn gehe und dabei immer mal wieder Handtäschchen und Schals weggekommen sind. Die Schals verschwinden auf Festen immer noch gerne – die Taschen nicht mehr! Meine Freundinnen waren total begeistert von unserer kleinen Dirndltasche und wollten alle eine haben. Das war für uns das Startsignal und los ging’s!

Warum gerade trachtige Dinge?

Gwen: Wir lieben Dirndl. Ein Dirndl steht aufgrund seines besonderen Schnitts jeder Frau und betont ihre Vorzüge – egal, ob man eher fester oder sehr schlank ist. In Österreich, Bayern und inzwischen auch fast überall auf der Welt kannst Du ein Dirndl zu verschiedensten Anlässen tragen und bist damit immer wunderbar angezogen.

Welche Produkte bieten Sie genau an?

Gwen: Die Mädels sind bei uns im kleinen, aber feinen Shoppinghimmel. Für sie gibt’s Dirndl, Schürzen, Dirndltaschen und viele verschiedene Schlüsselbänder. Aber auch die Herren kommen nicht zu kurz, denn ein paar Schlüsselbänder haben wir speziell für sie designt.

Wie und wo wird bei Ihnen gefertigt?

TrachtenBrummsel Dirndl und DirndltascheGwen: Alle Schlüsselbänder und Dirndltaschen werden von uns selbst gefertigt in den eigenen Räumen in Germering bei München. Für unsere Dirndl stellen wir die Schnitte, Stoffe und Verzierungen zusammen. Anschließend werden sie von unserer Schneidermeisterin in Deutschland genäht. Ganz wichtig ist uns die Herkunft des Materials: Unseren Filz beziehen wir aus einer bayrischen Filzfabrik, die Dirndlstoffe kommen aus österreichischen und deutschen Traditionsfirmen.

Was ist das Spezielle an Ihren Produkten?

Jessie: Das Spezielle an allen TrachtenBrummsel-Produkten ist, dass sie mehr können als nur gut auszusehen. Alles ist so praktisch wie nur möglich: ein Dirndl, das in der Maschine gewaschen werden darf. Ein Schlüsselband, mit dem du auch in der tiefsten Tasche deine Schlüssel schnell findest. Und eine Dirndltasche, mit der du deine wichtigsten Sachen griffbereit und sicher dabei hast.

Wie trägt man die Dirndltasche richtig?

Gwen: Unsere Dirndltasche wird direkt an der Schürze befestigt. Wenn man die Schleife rechts trägt, platziert man die Brummsel links und umgekehrt. Hinein passt alles, was man auf der Wiesn braucht: Das Handy – am besten quer und ohne weitere Hülle, ein kleiner Geldbeutel und Lipgloss finden im Hauptfach Platz. Die kleine Innentasche verwahrt die Bankkarte und dahinter steckt man den Haustürschlüssel. Visitenkarten und Kaugummis passen gut in die Tasche auf der Rückseite. Stauraum für Puderdose, Taschentücher oder Zigaretten bieten die beiden tiefen Seitentaschen unserer Dirndl.

Wie läuft der Dirndl-Verkauf übers Internet? Möchten die Kundinnen die Dirndl nicht lieber vor Ort probieren?

Jessie: Da wir keine Massen an Dirndln herstellen, können wir jede Dirndl-Kundin individuell beraten. Das läuft dann so: ich rufe die Kundin nach Eingang der Bestellung an und stimme die gewünschte Größe mit ihr ab. Oft wird dann live am Telefon nachgemessen und doch eine Nummer kleiner ermittelt. Durch diesen Beratungsservice bekommen unsere Kundinnen gleich die richtige Größe und sind happy. Wir denken, dass wir als Onlineshop-Händler für unsere Kundinnen keinen Nachteil gegenüber einem Ladengeschäft bieten – ganz im Gegenteil: kurz vor der Wiesn macht’s wenig Spaß sich durch die überfüllte Münchner City zu wühlen und nach einem neuen Dirndl zu suchen.

Was ist für Sie Tracht?

Jessie: Echte, historische Tracht ist nach festen Regeln gestaltet. Sie weist ganz bestimmte Merkmale, wie z. B. Stickereien auf, anhand derer sie einer Region zugeordnet werden kann. Unsere Dirndl haben mit echter Tracht also nichts zu tun, sondern sind die moderne Form der Dirndln, die einst im 19. Jahrhundert Dienstbotenbekleidung und später Sommer-Outfits für die feinen Damen aus der Stadt waren.

TrachtenBrummselTragen Sie selbst privat auch Tracht?

Jessie: Echte „Tracht“ dann in dem Sinne nicht, aber Dirndl tragen wir sehr oft und schon seit wir laufen können. Mein erstes maßgeschneidertes Dirndl bekam ich zur Kommunion. Es ist altrosa mit himmelblauer Schürze und wurde von einer uralten Dirndlschneiderin in Bad Aussee für mich genäht. Das Dirndl wurde von unserer Mama aufbewahrt und wartet auf sein Comeback an unserem Nachwuchs.

Verraten Sie uns zum Abschluss noch ein persönliches „No Go“ zum Dirndl?

Gwen: Ich finde, dass jeder anziehen sollte, worin er sich selbst gefällt und wohlfühlt. Richtig schade finde ich’s immer, wenn ich eine Frau im Dirndl sehe, das ihr vorne und hinten nicht passt – so was muss einfach nicht sein.

Vielen Dank für das Interview!

Wer sich nun so eine praktische Dirndltasche, ein Schlüsselband oder das aktuelle Wiesndirndl zulegen möchte, hier gibt es noch mehr Informationen zu TrachtenBrummsel.

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