Trachtenaccessoires mit Alpenglück

AlpenglückHandarbeiten und Nähen begleitet Andrea Sturn schon ihr Leben lang. Für sie ist es eine Leidenschaft, die nie abgeflacht und verraucht ist: „Ich habe mich immer über Mode identifiziert und wollte mich schon als Mädchen von der Masse abheben. In der Freizeit selber kreativ zu sein, hat mich befriedigt und glücklich gemacht.“

Die Entstehung von Alpenglück – die Nadelmanufaktur

Andrea Sturn an der NähmaschineNachdem die Vorarlbergerin von immer mehr Leuten angesprochen wurde, dass sie doch ihre tollen Sachen irgendwo verkaufen soll, war die Initialzündung bald vorhanden: „Aus einer vagen Idee ist innert eines knappen Jahres in Zusammenarbeit mit meiner Tochter Isabella, die Grafikerin ist, mein Label Alpenglück entstanden – eine Plattform auf der ich meine Arbeiten zeige, Anregung zum selber kreativ werden geben möchte, aber auch von meiner Heimat Österreich und im speziellen Vorarlberg erzählen will – in Form von Wandertipps und traditionellen Kochrezepten.“

Alpenglück Kette mit StickSo hat sich Andrea Sturn von ihrem letzten Job als Visual Merchandiser und Schaufensterdekorateurin gelöst und geht ihrem innigsten Wunsch nach, jeden Tag kreativ zu sein und etwas mit ihren eigenen Händen herzustellen, das es nicht an jeder Ecke zu kaufen gibt.

„Auch ist mir Nachhaltigkeit und Recycling ein großes Anliegen, ich bin kein Freund unserer Wegwerfgesellschaft, also verarbeite ich auch Rohstoffe, die zum Teil gebraucht sind. Und ich habe ein Faible für alte Möbel oder Gebrauchsgegenstände, die in unsere modernen Wohnstile adaptiert werden.

Ich liebe die Kombination von Modernem mit Gebrauchtem oder Altem, es hat alles eine Geschichte und das macht es für mich wertvoller. Und da ich es schade finde, dass die Sticktechniken immer mehr in Vergessenheit geraten und nicht alles was gestickt wird auch altmodisch ist, habe ich diese Ketten und Taschen entworfen. Altes mit Neuem kombiniert, somit im Alltag tragbar aber auch zu Dirndl und Co – früher an der Wand bei Oma, heute eine Tasche. Mir gefällt der Gedanke einfach“, so Sturn.

Was hinter dem Namen Alpenglück steckt

Alpenglück LederhosentascheDie Heimat der Alpen mit allem Traditionellen und der Stolz darauf, sowie das Glücksgefühl, das die Österreicherin beim kreativ sein hat – diese beiden Dinge ergeben für Andrea Sturn einfach Alpenglück: „Es macht mich glücklich an den Produkten zu arbeiten und ich möchte ein Glücksgefühl in meinen Kunden erwecken, wenn sie meine Arbeiten erwerben und tragen.

Den Subtitel Nadelmanufaktur habe ich gewählt, weil vieles, das ich herstelle, mit Nadeln angefertigt wird. Seien es Näh- Strick- oder Häkelnadeln, die Nähmaschine oder Pinsel und Nägel – alles irgendwie Nadeln im weitesten Sinne.“

Begonnen hat die Vorarlbergerin mit einer Taschen- und Schmuckkollektion: „Die ist mein Baby, mit der habe ich begonnen und die liegt mir besonders am Herzen. Sie wird auch das Herzstück von Alpenglück bleiben. Aber ich recycle auch kleine Möbelstücke mit Stoffen und Stickereien, nähe individuelle Vintage-Schürzen, sowie Dekoartikel und werke mit den verschiedensten Materialien wie Wolle, Filz, Holz, Beton etc.“

Alte Stoffe – neues Alpenglück

Andrea Sturn stickendDie Stickereien beim Schmuck sind auf Leinen, für das Andrea Sturn oft alte gut erhaltene Tischdecken oder Läufer verwendet: „Die alten Stoffe sind noch aus einer tollen Qualität hergestellt, die es heutzutage kaum zu kaufen gibt.“

Für die Taschen wird Kunstleder mit tollen bestickten Leinen- oder Baumwollstoffen für das Innenfutter kombiniert. Die Motivausschnitte sind aus alten Gobelin- und Kreuzstickbildern, die sich die Vorarlbergerin auf Flohmärkten oder dem Brockenhaus zusammensammelt: „Diese Bilder werden dann von mir vorsichtig aus den Rahmen gelöst, gereinigt und für die Weiterverarbeitung aufbereitet.“

Alpenglück KissenSo entstehen in sorgfältiger Kleinarbeit absolute Einzelstücke: „Es ist ganz unterschiedlich, wie lange ich für ein Stück brauche. Bei den Anhängern nimmt die meiste Zeit das Sticken der Motive in Anspruch, aber auch das Bild in die kleinen Fassungen zu bringen dauert.

Bei den Taschen ist die Vorarbeit vom Kreuzstichbild nicht zu unterschätzen. Viele alte Gobelinbilder sind zum Teil 50 Jahre im Bilderrahmen und schwer davon zu lösen, auch die Reinigung ist oft zeitintensiv. Mittlerweile habe ich aber so meine Techniken entwickelt“, lacht Andrea Sturn.

Trotzdem das Besticken der Entwürfe die meiste Zeit in Anspruch nimmt, ist es doch auch der Teil der Arbeit, den die Österreicherin besonders liebt: „Da viele meiner Produkte Unikate sind, reizt mich am meisten die Herausforderung die jedes Teil so mit sich bringt, ich muss oft individuelle Einzellösungen finden und da liegt meine große Stärke. Etwas Besonderes zu schaffen, das gibt mir die größte Zufriedenheit.“

Alpenglück & die Tracht

Alpenglück KorbtascheSchon als Kind nähte Andreas Mutter für sie und ihre Schwestern Dirndln und im Rahmen ihrer eigenen Ausbildung schneiderte sie sich ihr erstes Dirndl selbst: „Es war kitschig Rosa und ich liebte es! Da steckte noch sehr viel Handarbeit drin, die Rock- und Dirndlweite wurde von Hand mit Knopflochseide gezogen und anschließend bestickt und die Froschgoscherlrüschen wurden ebenfalls in Handarbeit gefertigt.

Ich trage heute sehr gerne Dirndln, wenn es einen Anlass gibt und ich schneidere sie immer noch selber – auch für meine Tochter. Ein Dirndl anzufertigen – diese Arbeit liebe ich einfach, weil sie Raum für Spielereien und Handwerk lässt.“

So liebt Andrea Sturn Dirndlmode in allen Varianten und auch modern adaptierte Versionen für den Alltag: „Da ist man immer fesch angezogen und mir gefällt vor allem, wenn man etwas Trachtiges mit aktueller Mode kombiniert. Unter dem Begriff Tracht verstehe ich dann doch eher die traditionellen Gewänder, die jede Talschaft unterscheidet und die, finde ich, sollten bleiben, wie sie sind. Sie werden heute ja eher nur an Feiertagen getragen. Dirndlmode war ursprünglich ja Arbeitskleidung und darum kann sie auch heute im Alltag getragen werden. Leider sind wir davon eher abgekommen.“

Alpenglück TascheTrotzdem die Vorarlbergerin auch moderne Kombinationen mag, so gibt es doch auch für sie Dinge, die beim Dirndl nicht sein sollten: „Alles, was billig aussieht, alles, was zu tief ausgeschnitten ist, alles, was mit zu viel Glitzer und Strass bestückt ist, finde ich grenzwertig.

Für mich hat Dirndlmode oder Tracht immer noch etwas mit Handwerkskunst und Handarbeit zu tun, aufwendige Verarbeitung und gute Qualität sollten da für sich sprechen. Und die gute Passform ist ausschlaggebend, schlecht sitzende Dirndl sind ebenfalls ein No-Go.“

Alpenglück StickIn der Dirndlmode geht der Trend für Andrea Sturn wieder in Richtung „weniger ist mehr“ – also von Schnick-Schnack hin zum ursprünglichen Dirndl aus alten Baumwolldruckstoffen: „Ich liebe diese alten kleinen Muster! Und entgegen vielen Meinungen finde ich ein Baumwolldirndl im Sommer ohne Bluse getragen einfach hinreißend – eines der schönsten Sommerkleider die es gibt!

Die andere Linie, die auch bleiben wird, sind modische Dirndlkombinationen die den jeweiligen Trends entsprechen, mal mehr Karo oder Blumendesigns, mal Pastell oder Ton in Ton aber auch einzelne Dirndlteile für sich getragen wie zum Beispiel ein Mieder/Weste oder Rock/Schürze kombiniert mit T-Shirt oder Jeans.
Es ist beides spannend und lässt sehr viel Platz für Individualität und Kreativität!“

Und so wie Andrea Sturns Vorbilder Frauen sind, die auch in Krisenzeiten den Kopf nicht in den Sand stecken und sich trauen ihren Weg zu gehen – auch wenn es viel Gegenwind und Widersacher gibt, lebt sie selbst nach dem Motto: ‚Aufstehen – Krone richten – Weitergehen‘.

Dort finden Sie Ihr Alpenglück

Andrea Sturn arbeitet auf Anfrage und ihre Produkte finden erst langsam den Einzug in die Geschäfte. Natürlich erhalten Sie den Schmuck, die Taschen, die Wohnaccessoires und auch die Babyartikel über ihre Homepage. Und mit Sicherheit wird es die wundervollen Stücke nach den Designmessen im Herbst auch in vielen Geschäften geben.

Trachtenbibel Avatar Neben Deko- und Gebrauchsgegenständen entwirft Andrea Sturn Stücke, die man tragen und benützen kann. Die von ihr hergestellten Artikel sind nicht nur sinnvoll und brauchbar, sondern auch größtenteils Unikate ‚Made in Austria‘.
Taschen und Schmuck kann frau ja nie genug haben!
Und: Eine nette Geschenksidee!

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