Ploom – klassische Dirndl neu interpretiert

Tanja Pflaum PloomTanja Pflaum wollte schon als Kind Designerin werden. Verankert in Bayern und Salzburg ist sie mit Ihrem Label Ploom seit 2004 auf dem Markt. Wir haben Sie zum Interview gebeten.

Ploom – Traditionelles neu interpretiert

Liebe Frau Pflaum, können Sie sich noch an Ihr erstes Dirndl erinnern?

Natürlich! Mein erstes Dirndl hatte ich mit ca 5 Jahren. Es war ein Kindergeburtstag, und alle sollten in Tracht kommen. Erst wollte ich es gar nicht anziehen, und dann wollte ich es nicht mehr ausziehen …
Es war blau mit einem gestickten Blümchenmuster auf dem Oberteil.

Wie sind Sie zum Dirndlschneidern gekommen?

Genäht habe ich schon immer sehr sehr gerne und mit acht oder neun Jahren, habe ich meine erste Nähmaschine bekommen, nachdem ich an Uromas Tretmaschine, die ersten Nähanfänge gemacht habe. Seit dem stand fest, dass ich in dem Beruf bleiben möchte.

Und wann haben Sie sich dann entschlossen, ein eigenes Label zu gründen?

Ploom Dirndl Leni Tatsächlich damals als Kind, als ich schon an langen Abenden versucht habe, eine gerade Naht hinzubekommen und später die ersten Kleidungsstücke für meine kleine Schwester genäht habe. Da ist mein Ziel festgestanden Designerin zu werden, und das habe ich von nun an verfolgt.
Wichtig war mir schon immer das Handwerk der Schneiderkunst. Das wollte ich lernen, und auch die Wissenschaft Schnitte zu zeichnen.

Was steckt hinter dem Namen Ploom?

Es ist eine Ableitung, oder wenn man so will, ein Künstlername, aus meinem Nachnamen „Pflaum“.

Ihr Markenzeichen ist ja die Libelle. Hat sie eine spezielle Bedeutung?

Libellen waren und sind immer um mich herum. Auch auf meinen Reisen durch Asien war immer ein Libellenschwarm zu sehen.
Als Kind habe ich an einem kleinen Weiher stundenlang den Libellen beim Schlüpfen zugesehen – wie sie zum Schluss auf der Hülle sitzen, noch ihre Flügel im Wind trocknen, und dann losfliegen. Die Hüllen habe ich dann ganz, ganz vorsichtig mit nach Hause genommen, damit sie nicht kaputt gehen, und gesammelt.
Für Ploom finde ich, spiegeln Libellen die Farbenfreude und Farbenvielfalt wider. Aber auch das Leichte und Unbeschwerte, was ich auch mit meinen Dirndln ausdrücken möchte.

Was ist das Besondere an Ihren Dirndln?

Fröhliche und junge Dirndl, die sehr schlicht und traditionell sind.

Wo werden sie gefertigt?

Wir fertigen einiges in und um Salzburg. Seit Dezember auch im Schloss Seefeld bei München.
Und Produktionsbetriebe haben wir ausschliesslich in der EU.

Welche Materialien verwenden Sie?

Ploom DirndlIch lege großen Wert darauf, dass unsere Dirndlstoffe ausschließlich von heimischen Herstellern kommen. Heimische und sehr erfahrene Hersteller garantieren uns eine sehr hohe Qualität, auf die ich großen Wert lege!
Zum anderen rundet es meine Philosophie ab, ein heimisches, traditionelles Kleidungsstück sollte auch aus Materialien unserer Heimat gefertigt werden.

Gibt es ein Dirndl, auf das Sie besonders stolz sind?

Hmmm … stolz ist schwierig zu sagen. Ich habe vielleicht meine persönlichen Lieblingsdirndl.
Selbst trage ich sehr gerne blaue Dirndl – in allen Varianten.
Aber ein persönliches Herzstück ist das Schwangerschaftsdirndl, das in meiner eigenen Schwangerschaft entstanden ist und dann in die Kollektion aufgenommen wurde.

Welche Trends sehen Sie für das kommende Jahr?

Ein Dirndl ist ja meiner Meinung nach, kein Trendartikel. Es sollte ja länger tragbar sein, und sogar über Generationen weitergegeben werden.
An dieser Stelle kann ich nur sagen, was bei Ploom in den Läden hängt: Brautdirndl in Champagner und Pastelltönen, handbestickte Dirndlausschnitte und auch ganz schlichte Waschdirndl.

Wann ist ein Dirndl für Sie eine Tracht?

Für die jeweiligen Trachten gibt es ja ganz klare Vorgaben, wo die Definitionen festgelegt werden, wie die jeweilige Tracht auszusehen hat.

Verraten Sie uns zum Schluss noch Ihr persönliches „No Go“ beim Dirndl?

Zu kurz, also oberhalb vom Knie! Eine schöne Länge fängt ab Knie umspielend an, und endet bei lang.
Billige und einfache Verarbeitungsweisen und Stoffe und völlige überladene, verkitschte Dirndl.

Tanja Pflaum hat uns auch noch die Bilder aus der aktuellsten Kollektion zur Verfügung gestellt, damit Sie einen Einblick in ihre neuen, wunderschönen Dirndln bekommen:

Bilder: Ploom

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