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Ostereier färben: Ein schöner Brauch

Ostereier färbenOstereier färben: eine christliche Tradition

Ostereier zu färben ist ein sehr alter Brauch, der von Armenien über Russland, Griechenland, den Mittelmeerraum bis hin nach Mitteleuropa bekannt ist. Den genauen Ursprung dieses Brauchs kennt man nicht, jedoch wird in der christlichen Theologie schon lange auf die Eisymbolik Bezug genommen und im Mittelalter ist die Deutung des Eies auf die Auferstehung Christi bekannt.

Allgemein gilt in der europäischen Kunstgeschichte das Ei als Symbol für die Auferstehung und auch auf Marienbildern kommt es im Hintergrund oder als Randmotiv als Hinweis auf die jungfräuliche Geburt vor.

Das Ei ist auch ein Zeichen der Fruchtbarkeit und das Siegeszeichen des Lebens über den Tod. Im Mittelalter wurden Eier sogar als Zahlungsmittel eingesetzt.

Verwendung von bestimmten Farben beim Osterei

Mittlerweile gibt es Ostereier in allen erdenklichen Farben, jedoch haben bestimmte Farben in einigen Regionen auch eine spezielle Bedeutung:

  • Rot symbolisiert den Opfertod Christi
  • Gelb steht für den Wunsch nach Erleuchtung und Weisheit
  • Weiß ist die Farbe der Reinheit
  • Grün steht für Jugend und Unschuld
  • Orange für Kraft, Ausdauer und Ehrgeiz

Wer auf industrielle Farben verzichten möchte, kann auf die althergebrachten Färbetechniken zurückgreifen. Wir haben die wichtigsten pflanzlichen Zutaten aufgelistet:

  • Ostereier färbenGelbe Ostereier: Kamille, Goldrute oder Blätter des Apfelbaums
  • Gelbgrüne Ostereier: Brennnesselblätter, Schachtelhalmkraut oder Birkenblätter
  • Orangebraune Ostereier: Zwiebelschalen
  • Braun getönte Ostereier: Walnussbaumblätter oder Eichenbaumblätter
  • Rotviolette Ostereier: Rotkohl oder Rote Rüben
  • Blaue Ostereier: getrocknete Heidelbeeren, Holunderbeeren oder schwarze Ribiseln

Aber auch mit Tee können die Eier wunderbar gefärbt werden.

Ostereier verzieren

Wer nicht nur einfarbige Eier möchte, sondern seine eigenen Kunstwerke erschaffen will, kann unter verschiedenen Techniken wählen. Im Blog von Ilse Simonides werden die angeführten Techniken genau erklärt.

1) Wachstechnik: Hier wird Wachs auf das naturbelassene Ei aufgetragen und danach gefärbt. Dort, wo das Wachs war, bleiben die Stellen hell.

Ostereier färben Strumpftechnik2) Kratztechnik: Dabei muss das Ei vorher gefärbt sein, und wie der Name schon sagt, wird mithilfe eines spitzen Gegenstandes ein Muster in das Ei gekratzt.

3) Ätztechnik: Mit einer Säure, die die Farbe zerfrisst, werden Muster in das vorher gefärbte Ei gezeichnet.

4) Strumpftechnik: Hier können Sie Blätter mit einem Nylonstrumpf am Ei befestigen und damit ins Färbebad legen. Diese Technik ist eine der einfachsten! Das Ergebnis sind jedoch wunderschöne, naturbelassene Motive.

Quelle: Wikipedia, Kirchenweb

Bildquelle: tschink2010 – Pixabay, Dirk Ingo Franke – Wikimedia Commons

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