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Kropfkette – Goderspreizer

Die Kropfkette ist der Inbegriff des Trachtenschmucks

Kropfkette GoderspreizerDer Ursprung der Kropfkette liegt vermutlich im 18. Jahrhundert im schwarzen und doppelt um den Hals geschlungenen Tuch aus Italien: dem Flor und der Florschnalle. Das Flortuch wurde erst mit dem Verschwinden der hochgeschlossenen Krägen und dem Entstehen der tieferen Ausschnitte mehr getragen.

Die daraus entstandene Kropfkette verlieh der Trägerin eine würdevolle Haltung, da man früher schon sehr aufrecht gehen musste und doch beim Tragen sehr gelitten hat, denn die Kette lag sehr eng an. Daher kommt auch der wenig liebevolle Name „Goderspreizer“. Ein Kopfnicken war fast unmöglich, denn die Kropfkette wurde, um ein Übereinanderfallen der einzelnen Ketten – auch Gänge genannt – zu verhindern, genau an den Hals angepasst.

Je mehr Gänge die Kette hatte und je verzierter die Schnalle war, desto höher war die soziale Stellung und die Finanzkraft der Trägerin. Auch das verwendete Material wie Gold, Silber oder Perlen hat den Reichtum ausgedrückt.

Heute ist eine gute Kropfkette gewölbt montiert, damit sich die Form besser an den Hals anpasst und somit bequemer zu tragen ist.

Im Museum der Familie Schoderer in Bad Ischl können Sie aus 4 Goldschmiedegenerationen diesen traditionellen Trachtenschmuck bewundern.

Bildquelle: TRACHT.heute

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