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Hansl – Hansel

Auf Hansl ziehen

Mit besonderer Liebe zum Detail, so könnte die klassische Handarbeit „auf Hansl“ gezogen, beschrieben werden, denn mit dem Hans hat das Thema nichts zu tun.

Gerade in Bezug auf das Sommerdirndl wird das Handsmoken wieder zum zentralen Thema. Egal also, ob es sich um das Sommerdirndl oder die kreative Schürze handelt, spezielle Handarbeitsarbeitstechniken sind immer up to date.

Was verbirgt sich aber explizit hinter dem geheimnisvollen Namen „auf Hansl“ gezogen? Diejenigen, die selbst oft zu Nadel und Faden
greifen, wird die Definition nicht überraschen, denn Handgesmoktes gehört sozusagen zum „Näh-Latein“. Aber es gibt auch begeisterte Näherinnen, die sich an solche speziellen Techniken bisher nicht herangetraut haben. Hier also eine „Definition für Alle“…

Der Hansl – komplexe Technik

Hansl ziehen mit dem Hanslband

Hansl ziehen mit dem Hanslband

Auf Grund der Komplexität ist es sinnvoll, einer Schritt-für-Schritt-Anleitung zu folgen, damit aus einem „Hansl“ ein wunderschönes Wabenmuster entsteht. Sicher, es ist kein einfaches Unterfangen, lohnt sich aber in jedem Fall. Jedoch muss ein wenig Geduld aufgebracht werden, um eine handgesmokte Dirndlschürze sein Eigen zu nennen.

Das Handsmoken wird dadurch definiert, dass der Stoff zusammengezogen wird, so dass schon einmal mit der doppelten Menge an Stoff gerechnet werden muss. Nun tritt das „Hanslband“ in Aktion, das in Österreich auf eine lange Tradition zurückblicken kann. Es wird immer dann eingesetzt, wenn es um einen gezogenen Dirndlrock oder eine handgesmokte Schürze geht.

Unter einem „Hanslband“ versteht man ein dünnes Stoffband, welches mit einem Karomuster versehen ist, das praktischerweise vorgedruckt wurde. Auf diese Art und Weise ist die Vorlage für das Ziehen der Bänder bei einem „Handsmoke-Experiment“ schon gegeben.

Sollte ein „Hanslband“ im heimischen Nähkästchen nicht vorhanden sein, so können die Punkte, die zum Durchziehen dienen sollen, auch mittels eines Stiftes angemalt werden. Das „Hanslband“ wird immer auf die Rückseite eines Stoffes genäht, der später zum Sommerdirndl oder zur kreativen Schürze werden soll.

Nun wird Knopflochgarn benötigt, mit dem das „Hanslband“ durchgezogen wird. Dabei werden zwei durchgezogene Fäden auf eine Reihe Smok gerechnet. Die Praxis hat gezeigt, dass es generell sinnvoll ist, immer mit zwei Fäden pro Reihe zu rechnen. Ist das „Hanslband“ fertig durchgezogen, kann es zusammengezogen werden, und das Nähen beginnt.

Dabei werden immer zwei Falten zusammengenäht, wobei eine Reihe von links nach rechts genäht wird. Schon nach einer zweiten Smok Reihe ist das zukünftige Wabenmuster deutlich zu erahnen. In der Regel werden bei einer Schürze drei Reihen genäht. Zahlreiche DIY-Anleitungen im Netz sind besonders hilfreich, um das notwendige Know-how perfekt zu erlernen. Sie sollten deshalb in Anspruch genommen werden.

Das „Hanslband“ macht aus einer einfachen Dirndlschürze ein kleines Kunstwerk. Werden noch kleine Perlen in das Wabenmuster integriert, ist der Eyecatcher perfekt, oder?

Bild: Platzhirsch Dirndlerei

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