Gamsbart & Gamsradl

Gamsbart

Trachtenhut mit gamsbartDer Gamsbart ist ein zur Tracht gehörender Hutschmuck. Er wird aus den Rückenhaaren von Gamsböcken zusammengebunden und an einen Hut gesteckt.

Ende November hat das Gamsfell die optimale Länge und Beschaffenheit, um die einzelnen Haare zu einem Büschel zusammenzubinden.

Die oberen Haare sind an der Spitze weiß (der sogenannte „Reif“), was dem Gamsbart ein weiches Aussehen verleiht. In manchen Regionen werden auch Wildhaarbärte aus Dachs- oder Wildsauhaaren gewonnen.

Ein Gamsbart ist nicht nur ein handwerkliches Kunststück, sondern auch ein jagdliches. Denn nicht viele Jäger haben die Chance, fünf Gamsböcke oder mehr in ihrem Leben zu
erlegen. So viele sind nämlich mindestens nötig, um aus ihren Grannenhaaren einen Bart zu binden. Für einen kapitalen Bart können es schon mal die Haare von 20 Gamsböcken sein.

Gamsradl

gamsradlDas Gamsradl ist aus den kürzeren Nackenhaaren der Gams rund auf einem Filz festgenäht und mit Goldzier aufgestickt. Normalerweise findet man das Gamsradl links am Hut. Neben dem Gamsrad gibt es auch ein Hirschrad.

Wildhaarbinden gilt als hohe Kunst und Bartbinder ist daher auch ein eigener Beruf.

Bei der Gamsbartolympiade, die alle 4 Jahre abwechselnd in Österreich und Deutschland stattfindet, können Sie besonders prächtige Exemplare bewundern.

 

Bildnachweis: Wikimedia Commons, www.steirerherzen-graz.at

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