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Besteckgürtel

Besteckgürtel – Schmuck & Würdezeichen

Besteckgürtel DetailNicht nur Männer trugen früher zur Tracht mit Federkielstickerei verzierte Schmuckgürtel, die Geschichte der Frauengürtel ist ungleich länger.

Ein Besteckgürtel besteht vorwiegend aus Metallgliedern und -ketten oder Leder mit Metallbeschlägen. Er wurde als Standesabzeichen der bürgerlichen Hausfrau, teilweise auch als Würdezeichen reicher Gastwirtinnen, getragen.

Ab dem 16. Jahrhundert wurden diese aufwendig gearbeitete Bestecke und andere Gebrauchsgegenstände wie Feuerschläger, Schlüssel und Drudenmesser als Statussymbol den reich verzierten Gürteln getragen.

Der Besteckgürtel wurde lose um die Mitte getragen und an einem herabhängenden Riemen oder Kettenteil wurde ein Messer oder Besteck in einer verzierten Scheide angebracht.

Solche Gürtel sind in Österreich, vor allem in der Steiermark in den Bezirken Murau, Bruck und Leoben, sowie in Bayern und Südtirol bis ca.1850 historisch belegt und in manchen Gegenden bis heute Bestandteil der Tracht.

Besteckgürtel finden Sie heute noch zum Beispiel bei der Federkielstickerei Fankhauser Thiersee.

Bild: Federkielstickerei Fankhauser Thiersee

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