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Gartenhochzeit in Tracht

Eine Hochzeit in Corona-Zeiten? Eine besondere Herausforderung, die das „Shooting-Brautpaar“ – Clara & Sebastian – hervorragend gemeistert hat! In einem Garten, gemütlich, bayrisch eben, fand das besondere Shooting statt.

Gartenhochzeit in Tracht – Zeitgeist trifft auf Tradition

Ganz im Sinne von „Zeitgeist trifft auf Tradition“ fachsimpelten die Powerfrauen Ramona Reckziegel und Dagmar Sassadeck bereits im Januar 2020 über das Konzept – nichtsahnend, welche Dimension, welchen Wandel und welche Eigendynamik diese Thematik bis zum Shooting annehmen würde.

Sollte anfangs noch nachhaltig produzierte Mode und eine Auswahl von Designern und Dienstleistern aus der Region im Fokus stehen, ging es schnell an die kreative Umsetzung.

Hier achteten die beiden Damen sowohl auf die richtige „Prise an Tradition und traditionellem Design“ als auch auf neuinterpretierte Tradition und aktuellen Zeitgeist. Design clean, reduziert und natürlich, aber dennoch stilvoll, so stand es auf der Agenda!

Die Idee war Designer & Dienstleister zu begeistern, um dann ein Shooting im Garten eines der stylischen, bayerischen Wirtshäuser zu starten. Dabei sollte von lokalen oder regionalen Erzeugern bis zu einem nachhaltigen und sorgsamen Umgang mit verwendeten Produkten alles authentisch sein.

Gemütlich, aber dennoch nicht zu bayerisch, nicht zu kühl oder zu schick – so sollte er sein, der Hochzeitsgarten.

Zufall und Glück, dass die Organisatorinnen gerade in der direkten Umgebung eine wundervolle und passende private Location fanden. Denn die Wirtshäuser waren plötzlich geschlossen.

Nicht zu verspielt und doch romantisch – Heirat im Garten

Getreu einem alten Sprichwort, das behauptet, dass der frühe Vogel den Wurm fängt, ging es in aller Herrgottsfrühe an den Start.

Natürlich und ein wenig undone waren die Wünsche für Frisuren & Make-up Style. Nicht zu verspielt, nicht zu romantisch, nicht zu zart und vor allem nicht zu „getuned“: die Styling-Vorstellungen der Organisatorinnen und Clara, dem Brautmodel, gingen konform. Aber auch die weiteren Shooting-Protagonisten Adi, Joana und Sophie gaben ihren Segen. Denn alle wollten authentisch, sie selbst bleiben.

Sarah Obermeier, Hair- und Make-up Stylistin, war die perfekte Wahl für diese Vorgaben und die Freudentränen von Brautmutter, Braut und Brautjungfern waren ihr sicher!

Die Haarkränze von Andrea Schorer und ihrem Team von No. 11 Creative Floristik überzeugten vollends, als sie in die Frisuren gezaubert wurden. Für die schöne Braut sollte es ein ganzer Haarkranz aus duftenden Rosmarinzweigen und zarten Scharfgarbe-Blüten sein, während sich die Brautjungfern mit einem halben Haarkranz aus verschiedenen Wiesen- und Gartenblumen schmückten. Der Hochzeitsgarten durfte sich über eine wahre „Kräuterduft-Explosion“ freuen.

Brautdirndl & Co

Das Brautdirndl und die feschen Dirndl der Brautjungfern haben ihren Ursprung im Atelier von Martina Miller und ihrer Ninnerl Trachtenmanufaktur.

Das bezaubernde Brautdirndl, am Dekolleté dezent mit einer Tüllrosenborte und schimmernden Perlen verziert, überzeugte durch ein sehr feines, leicht glänzendes Leinen- & Seidenstoffgemisch in Offwhite.

Die Brautjungfern-Dirndl wurden aus naturfarbenem und Seidenjacquard in verschiedenen Grüntönen gefertigt. Natürlich abgestimmt auf die Dirndl, gehörten Spitzenblusen und eine jeweils zum Dirndl farblich passende Schürze zur Grundausstattung – für die Braut aus Tüllspitze und für die Mädels sowohl aus reinem Leinen mit Schürzenband als auch aus Seidenjacquard mit goldener Schliesse.

Dank Martina Miller gesellte sich zum Shooting eine perfekte Auswahl aus der aktuellen Dirndl-Kollektion – und Naturmaterialien, ein klarer Schnitt und ein nicht zu verspielter Stil trafen aufeinander. Farblich passende Pumps, natürlich partytauglich und aus dem Hause Ninnerl, ergänzten die Outfits perfekt.

Einzig alleine die Brautmutter tanzte ein wenig aus der Reihe. Denn sie durfte ihre eigene Tracht tragen. Dieser kleine Fauxpas wurde ihr zugestanden, da sie sich als Schneidermeisterin mit eigenem Massschneidereiatelier auf das Fertigen von traditionellen Trachten nach historischen Schnitten und lange in Vergessenheit geratenen kunsthandwerklichen Verzierungen spezialisiert hat.

Kurzum: Adis Tracht vollendete perfekt das Shooting-Thema „Zeitgeist trifft auf Tradition“!

Braut- und Dirndl-Accessoires

Auf bayerisch Tascherl, stellt die passende Tasche natürlich ein absolutes Must-have zum Dirndl dar. Das Wies’n Tascherl, das Dirndl Tascherl Label von Dagmar Sassadeck – in Insider-Kreisen auch „Tascherl Fee“ genannt – war hierfür natürlich ideal.

In wundervoller Handarbeit unter dem Slogan „fürs Dirndl zum Dirndl“ von Dagmar entworfen und gefertigt, überraschten Dirndl Tascherl aus angesagten und nachhaltigen Upcycling Produkten.

Wann immer möglich, werden bei der Tascherl Fee Stoff- und Materialreste aus Produktionen diverser Dirndlmanufakturen weiterverwendet. Fürs Brautdirndl wurde eine etwas feinere Variante gezaubert, während die Brautjungfern mit einer farblich passenden, rustikalen Version, natürlich auch partytauglich, gut beraten waren.

Den perfekten kompletten Dirndllook aber gab es erst durch den Schmuck von meiTherese, dem Schmucklabel von Martina Miller. Dabei traf eine zarte goldfarbene Kette mit Perle und dazu passenden Ohrringen auf die Braut.

Für die Brautjungfern kamen die „Hirschklunker Colliers“ zum Einsatz – eine gute Wahl, denn für diese ist dieses Schmucklabel weit über die Grenzen von Bayern hinaus bekannt.

Männergespräche im Jagdzimmer

Die Herren zogen sich gutgelaunt ins Herren/Jagdzimmer der Hochzeitslocation zurück. Dabei hatten sie sichtlich Spaß an ihren Männergesprächen und harrten der Dinge, die kommen sollten.

Natürlich von Natur aus attraktiv, bestand für Bräutigam Bastian, „best buddy“ Philipp und Bolko, den Hausherrn und Brautvater in spe, keine Notwendigkeit, noch kosmetische Register zu ziehen. Die Mannsbilder wurden professionell in Maß geschneiderte Outfits – natürlich Made in Bavaria! – gewandet.

Übrigens waren die Herren von den verwendeten Materialien, den klaren Schnitten und dem perfekten Sitz aus dem Hause Ninnerl mehr als angetan. Die feinen Baumwoll-Hemden, die Westen aus einem griffigen Leinen/Seidengemisch/Seidenjacquard und die Hosen aus butterzartem Leder mit dezenten, traditionellen Stickerei-Motiven überzeugten gänzlich.

Komplettiert wurden die Looks durch Strümpfe und Loferl – Socke plus Wadenwärmer aus bester bayerischer Schafwolle – und bequeme Haferlschuhe.

Die männlichen Models waren sehr überzeugend beim Tragen ihrer Outfits. Nach ihrer Meinung befragt, folgte – ganz typisch – weder ein positives, noch ein negatives Statement, sondern der Kommentar: „Man(n) könnte sich daran gewöhnen.“

Na, das ist doch schon mal was aus berufenem Munde, oder? Der Brautvater in spe trug zu seinem Ninnerl-Outfit übrigens noch ein maßgeschneidertes Jankerl aus der Adi-Schneiderwerkstatt. Überhaupt spiegelten die Brauteltern in ihren Trachtenoutfits den Begriff  Tradition als Gegenpol zum Zeitgeist der Ninnerl-Outfits wunderbar wider.

Die männlichen Kopfbedeckungen stammten aus dem Atelier der 160 Jahre alten Hutmanufaktur Lembert, und sie sorgten für eine Menge Gesprächsstoff im Herrenzimmer. Die Herren waren total begeistert davon, dass die handgefertigten Lembert-Hüte der aktuellen Kollektion entstammten.

Auch fachsimpelten die Herren angeregt über die Bedeutung eines Charivaris. Denn für jeden echten Bayern in Lederhosen ist ein Charivari ein absolutes Muss. Auch ein Hirschfänger – ein kleines Jagdmesser wurde dem Bräutigam symbolisch als Hochzeits-Morgengabe vom Brautvater geschenkt.

Gartenhochzeit: jetzt wird geheiratet

Die kleine Hochzeitsgesellschaft versammelte sich im Hochzeitsgarten – und dort warteten schon kleine fruchtige Leckereien und spritzige Erfrischungen. Von Dekorationsfee Dagmar die verschiedensten Kräuterlimonaden und eisgekühlten Beeren- und Apfel/Birnen-Smoothies hergestellt. Vegetarische und vegane Köstlichkeiten mit Dips ergänzten das Buffet.

Die Kräuterduft-Explosion über dem Hochzeitsgarten haben die Blumen-Kräuter-Fee Andrea Schorer und das Team von No. 11 Creative Floristik zu verantworten. Das Thema Zeitgeist trifft auf Tradition hätte mit saisonalem Grün und Blühendem aus Garten, Feld und Wiese nicht besser umgesetzt werden können – ein besonderer Spaziergang, bei dem wahre Kräuter- und Blumenduftwolken überraschten.

Als kleines Bonbon wurden Blütenblätter und die Reste der Kräuterzweige gesammelt und in kleine Papiertüten gefüllt, um unser Hochzeitspaar später mit einem Blüten-Kräuterregen im Hochzeitsgarten zu begrüßen – was für eine schöne Idee!

Kapelle Mariä Heimsuchung

Einem guten Kontakt verdankend, wurde später die kleine verträumte Kapelle Mariä Heimsuchung für das Shooting genutzt.

Die zarten Goldringe, die einem Birkenzweig nachempfunden und mit feinsten Diamanten besetzt waren, wurden von Iris Merkle von Fingerglück zur Verfügung gestellt. Die Goldschmiedin entwirft mit sehr viel Liebe zum Detail und in höchster Goldschmiede-Qualität kleine Schmuckkunstwerke. Ihrem fachmännischen Blick bleibt nichts verborgen – Materialien & Design gehen eine perfekte Liaison ein!

Die Trauringe waren gebettet auf ein besonders Ringkissen geschlungen. Dieses war wiederum ein Upcycling-Produkt aus Materialresten des Brautdirndls und Seidenorganza-Resten eines Schürzenbandes. Alles war so detailgetreu, dass man annehmen konnte, es handelte sich um eine reale Trauungszeremonie – nur, dass der Pfarrer fehlte. Fällt doch kaum auf, oder?

Anschließend stand die kleine Hochzeitsgesellschaft im Spalier bereit, um das Brautpaar mit einem wahren Blütenregen und lauten Hurra-Rufen zu begrüßen – und Clara & Bastian kamen – fast real, stolz und auch irgendwie irritiert – um für diesen einzigartigen Tag einen Ehering tragen zu dürfen.

Gastgeschenke & Kaffeetafel

Mit einem schlichten Label aus der Hochzeitspapeterie verziert und einer Schnur verschlossen, waren kleine Beutel aus dem Stoff des Brautdirndls gefertigt und mit einem Kräuter-Gemüse-Blumen-Samen-Gemisch aus dem Hochzeitsgarten gefüllt worden – übrigens ein weiteres Upcycling-Produkt von Dagmar.

Diese schöne Idee kam einer Prophezeiung gleich, denn mal sehen, ob die Samen im nächsten Jahr das Stück vom Glück von Clara & Bastian perfekt machen?

Ein langer, massiven Holztisch mit Bank & Stühlen, eine lustige Hochzeitsgesellschaft und die eine oder andere Anekdote rund um viele schöne Genuss-Momente – Adi & Bolko hatten da eine Menge zu erzählen – und schon war sie fertig, die perfekte Hochzeitstafel.

Schlicht, zurückhaltend und natürlich, aber dennoch mit einer Prise Eleganz, machte sie stilvoll auf sich aufmerksam. Zarte Gräser in kleinen Glasvasen trafen auf duftende Rosmarinzweige und Salbeiblätter.

Und natürlich gab es auch kulinarische Highlights: Apfel/Birnen Tartelettes, Rüblikuchen vom Feinsten und Gemüsestrudel – vegan, vegetarisch und in Bioqualität. Alles hat sichtlich gemundet, und das gewählte Konzept erhielt von allen Protagonisten das Prädikat äußerst nachahmenswert.

Dezentes Kraftpapier für die Papeterie

Die Hochzeitspapeterie ist im Laufe der letzten Jahre immer mehr in den Fokus gerückt, und die Auswahl wächst ständig. Das Shooting griff auf die wesentlichen Bestandteile der Papeterie zurück und fand in der Kartenmacherei perfekten Partner.

Schließlich überzeugte eine Kraftpapier-Variante mit dezenter weiß-grüner Verzierung im Blüten-Design, so dass die Produkte zum Begleiter durch die gesamte Foto-Story wurden.

Bevor fast übergangslos die Party-Stimmung in den Hochzeitsgarten einzog, erfreute noch das in Bayern traditionelle Versetzen der Dirndlschürzen-Schleife, der gemeinsame Anschnitt des Hochzeitskuchens und natürlich eine Ansprache des Brautvaters. Angestoßen wurde mit prickelndem Traubensaft, Bolkos bester Birne und Hopfensaft aus der Region.

Letztendlich wurde zu Musik aus den letzten drei Jahrzehnten kräftig das Tanzbein geschwungen. Und wir träumen von diesem aufregenden, wunderschönen Shooting – bei dem alles stimmte!

Die beteiligten Dienstleister

Models

  • Braut: Clara
  • Bräutigam: Sebastian
  • 1.Brautjungfer: Joana
  • 2. Brautjungfer: Sophie
  • Trauzeuge: Philip
  • Brautmutter: Adelinde
  • Brautvater: Bolko

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