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Gailtaler Kufenstechen

Ein waghalsiger Ritt – das Gailtaler Kufenstechen

Gailtaler KufenstechenEine der traditionellsten Brauchtumsveranstaltungen in Kärnten ist das Gailtaler Kufenstechen, das jedes Jahr an den Kirchtagen zwischen Pfingsten und Mitte September in mehreren Orten des unteren Gailtals veranstaltet wird. Das bekannteste Kufenstechen findet allerdings immer am Pfingstmontag in Feistritz an der Gail statt.

Woher kommt das Gailtaler Kufenstechen?

Der Ursprung liegt wohl in einer Kopie von Ritterspielen, bei denen eine soldatische Übung auf einem Holzpflock ausgeführt wurde. Die Turniere des Mittelalters kannten diesen Wettstreit in abgewandelter Form als Quintana.

Natürlich ist hier auch die Einführung des Jungen in die Erwachsenenwelt Thema und das Beweisen des Mutes im Umgang mit Pferden.

Beim Brauchtum des Gailtaler Kufenstechen reiten junge, unverheiratete Burschen des Ortes ohne Sattel auf speziell gezüchteten Norikerpferden. Bei diesem Ritt versuchen sie im Vorbeireiten mit einem Eisenschlögel ein Holzfass zu zerschlagen.

Das Kufenstechen und der darauffolgende Lindentanz bilden den Höhepunkt des Kirchtags, der nach langen Vorbereitungen mit dem feierlichen Hochamt in der jeweiligen Pfarrkirche abgehalten wird.  Die Jungen und die Mädchen tragen dabei die einzigartige Tracht des Gailtals, über die wir bereits berichtet haben.

>>>Hier können Sie den Artikel zur Gailtaler Frauentracht lesen.

>>>Hier geht’s zum Beitrag über die Gailtaler Männertracht.

Am Vortag des Kirchtags erhält der Bursch von dem Mädchen aus dem Ort, das er als Begleitung für den Lindentanz gewählt hat, ein Sträußchen aus Nelke, Rosmarin und Goldflitter. Beim Kirchtag trägt er er dieses dann am Revers als sichtbares Zeichen.

Bild: Michael Gäbler [CC BY 3.0], via Wikimedia Commons

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