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Der Valentinstag und seine Bräuche

Von den bekanntesten Liebespaaren der Weltgeschichte geht ein ganz besonderer Zauber aus, egal, ob es sich nun um Romeo & Julia, Elizabeth & Mr. Darcy oder Sissi & Franz Joseph handelte. Deshalb möchten wir ihnen  zum Valentinstag, folgen, den Spuren berühmter Paare und auch gleich schauen, was es mit den Bräuchen rund um den Valentinstag so auf sich hat.

Der Valentinstag und seine Bräuche

Berühmte Liebespaare der Geschichte und im Film

Die Legende von Caesar und Kleopatra liefert eine der schönsten Liebesgeschichten, auch wenn diese kaum zu belegen ist. Aber die bitter-romantisch, schöne Geschichte von Romeo & Julia berührt sie schon besonders, die Herzen vieler Verliebter.

Auf der ganzen Welt wirkt die tragische Liebe der Beiden, Sprösslinge zweier verfeindeter Familien, auf die Romantiker wie ein Aphrodisiakum, und sie können nicht umhin, der Casa di Giulietta in Verona einen Besuch abzustatten. Hier befindet sich nämlich der legendäre Balkon, von dem Julia ihre Liebesbotschaften an Romeo wahrscheinlich geflüstert hat. Im Innenhof dieser schicksalsträchtigen Adresse steht die Statue der liebreizenden Julia. Aufgestellt unterhalb des Balkons, von dem die unglücklich Verliebte Zwiesprache mit ihrem Romeo gehalten haben soll.

Allerdings war der Balkon im Shakespeare’schen Original ein kleines Fenster. Denn ein Balkon war zu damaliger Zeit unüblich. In diesem Fall wurde den zahlreichen Touristen Rechnung getragen. Denn erst im 18. Jahrhundert kam der geschichtsträchtige Balkon offiziell ins Buch. Die unzähligen Romantiker dieser Welt müssen jetzt auch ganz stark sein, denn das zur Casa di Giulietta erhobene Bauwerk an der Via Cappello bekam seinen Balkon nur den Touristen zuliebe.

Elizabeth und Mr. Darcy – eine Liebesgeschichte, die uns in die Scheinwelt des Films entführt! Schuld an dieser Liebelei hatte die Schriftstellerin Jane Austen*. Ihr wohl bekanntestes Werk „Stolz und Vorurteil“ wurde mehrfach mit wechselnden Protagonisten verfilmt.

Diese waren teilweise so gut, dass Fans von Mr. Darcy und seiner Elizabeth Bennet bis heute zahlreiche Drehorte besuchen. So gehört das imposante Lyme-Park-Herrenhaus in Cheshire zu den bevorzugten Adressen, denn im Film war es das Anwesen „Pemberley“ von Mr. Darcy. Allerdings nutzte man dieses schöne Gebäude nur für die romantischen Außenaufnahmen.

Die anderen Szenen, welche den Innenbereich betrafen, wurden in Sudbury Hall, das in der Grafschaft Derbyshire liegt, aufgenommen. Elizabeth und Mr. Darcy – eine so schöne, wenn auch wieder mal imaginäre Liebesgeschichte.

Gar nicht imaginär sind Kaiserin Elisabeth von Österreich und ihr „Franzl“. In Wien lässt sich nicht nur gut leben, hier kann man auch vielerorts auf den Spuren von Sissi & Franz Joseph, Kaiser von Österreich, wandeln. Denn bekanntlich haben die Beiden ja hier gelebt.

Die Augustinerkirche in der Innenstadt, der Ort der Trauung der damals 16-jährigen Sisi und ihres Franzl, hält noch heute die Erinnerung an das schöne Kaiserpaar wach. Unweit davon befindet sich die Hofburg. Und hier gewährt das Sisi-Museum einzigartige Einblicke in eine der wohl schönsten Romanzen der Weltgeschichte.

Wer dann immer noch nicht dem Liebestaumel erlegen ist und noch nicht über schmerzende Füße klagt, erreicht in gut 20 Minuten per U-Bahn das Schloss Schönbrunn – die Sommerresidenz des Paares, ein Schloss, das zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört und natürlich zu besichtigen ist.

Sissi wurde sie übrigens nur in den romantisch-kitschigen Filmen mit Romy Schneider* genannt. Die Kaiserin schrieb sich nur mit einem S.

Der Valentinstag steht aber nicht nur für traurig-schöne Romanzen der Weltgeschichte, er zeigt uns auch, wie aufschlussreich es ist, seinen Bräuchen zu folgen.

Bräuche am Valentinstag

LOVE – vier Buchstaben, die für einen einzigartigen Tag stehen und so manchen Brauch mitbestimmt haben, der uns hier begegnet!

Der Valentinstag in Dänemark – eine spannende und geheimnisvolle Sache! Denn die Untertanen von Königin Margarete schicken sich kleine Geschenke zu, natürlich anonym und TOP SECRET! Hat das Geschenk seinen Empfänger erreicht, ist es an ihm, anhand des Inhalts herauszufinden, wer ihm eine kleine Freude machen wollte. Übrigens kommt den berühmten roten Rosen in Dänemark keine Bedeutung zu, hier in Skandinavien werden Schneeglöckchen bevorzugt.

Die Briten mögen es literarisch… und das bereits seit dem 15. Jahrhundert. Die britische Insel ist berühmt dafür, dass Gedichte zum Valentinstag verschickt werden. Aber es ging zu früheren Zeiten auch ein wenig geheimnisvoll zu, denn damals loste man die kleinen literarischen Kunstwerke am Vorabend des Valentinstages aus. Die Paare erhielten sie dann per Zufall. Heute ist natürlich alles anders – die Liebenden bekommen ihre kleinen Gedicht-Karten ganz gezielt geschenkt.

In Japan hat man(n) Glück… Hier geht es am Valentinstag ein wenig kurios zu. In Japan bekommen traditionell die Männer ein Geschenk. Aber damit nicht genug, die Frauen haben so viel Liebe in Form von kleinen Aufmerksamkeiten zu verschenken, dass nicht nur Partner, sondern auch Freunde, die Verwandten und sogar der eigene Chef nicht leer ausgehen. Wobei man sich in der Regel über dunkle Schokolade freut. Frauen müssen sich ein wenig gedulden, denn genau einen ganzen Monat später werden sie von Männern mit weißer Schokolade beschenkt.

Die italienischen Paare wissen ihre Liebe zu schützen, hier bleibt alles „unter Verschluss“. Eine solche TOP-SECRET-Liebe muss gut gesichert sein, oder? Deshalb steigen die Verkaufszahlen von Sicherheitsschlössern rund um den Valentinstag immens – und die Brücken werden knapp. Das Paar bringt nämlich sein ganz persönliches Schloss auf einer Brücke an, um danach den Schlüssel in die Wellen zu werfen. Dieses Prozedere soll nicht nur Glück verheißen, sondern soll auch ein Garant dafür sein, dass diese Liebe ein Leben lang hält.

Wales, eigentlich zum britischen Königreich gehörend, feiert den walisischen Valentinstag bereits am 25. Januar. An diesem Tage wird der Schutzpatronin der Liebe, St. Dwynwen, gedacht. Hier, in Wales ist wirklich alles ein bisschen skurril. Denn als Zeichen besonderer Zuneigung verschenken die Waliser hölzerne Liebeslöffel, sogenannte „Love Spoons“. In früheren Zeiten fertigten diese Löffel die Schwiegersöhne, die natürlich mit besonderem handwerklichem Geschick „glänzen“ wollten. Die „Love Spoons“ gehen auf das 17. Jahrhundert zurück – und sind bis heute ein besonderes Symbol der Liebe.

Wie Sie sehen, kennen Liebesbeweise keine räumlichen Grenzen. Aber trotz aller Unterschiede in den Ländern, punktet eine Gemeinsamkeit: Der „Lieblingsmensch“ erhält immer ein liebevolles Geschenk!

Auf unserer Pinnwand finden Sie übrigens schöne Vorschläge für Trachtenfans!

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Bild: LyubaAlex – stock.adobe.com

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