Das Wiesn-ABC

Von Anstich bis Zapfenstreich – DAS Wiesn-ABC!

Egal, ob es als Wiesn oder Oktoberfest deklariert wird, Frohsinn ist angesagt. Was heißt angesagt? Er wird uns praktisch „verordnet“. Aber wie bei jedem Rezept üblich, gibt es auch Risiken und Nebenwirkungen, und die bekannten Fettnäpfchen sind auch nicht zu verachten.

Damit sie Ihnen erspart bleiben, denken wir mal von „A“ wie Anstich bis „Z“ wie Zapfenstreich…

Das „A“ steht für Anstich…

und dieser sollte im Erfolgsfall beim ersten Fass mit einem „O’zapft is!“ enden.

„B“ wie Bier & Brezn!

Bei dieser Liaison kann schon von einer Art Corporate Identity des Festes gesprochen werden. Denn haben sie schon einmal ein Wiesn-Plakat gesehen, das auf Brezn und Bierkrüge verzichtet?

„C“ wie Camping!

Camping? Jawohl, denn es werden reine Hotspots gebildet. Aber es sind nicht nur Australier, die Zelte bevorzugen und bedauerlicherweise lockern sich mit zunehmender Festdauer auch die guten Sitten und die Sanitärdisziplin.

„D“ wie Dirndl!

…ein unverzichtbares Accessoire! Wenn Sie sich ein neues Dirndl kaufen möchten, sollten Sie unbedingt unsere Tipps dazu lesen.

„E“ wie Essen!

Nicht selten fühlen sich Mann und Frau wie in einem Schlaraffenland, denn die im Jahre 2016 veröffentlichten Zahlen sprechen eine ganz
eigene Sprache: So wurden erwiesnermaßen mehr als 100 Ochsen, ca. 60 Kälber, gut 360 000 Hendl und mehr als 28 Tonnen gebrannte Mandeln allein auf dem Münchner Oktoberfest verspeist.

„F“ wie Flirten!

Das Flirten gehört zur traditionellen Wies´n wie Brezn, Bier und Blasmusik, wobei auch liebestechnische Spontanvorgänge in den Parkanlagen beobachtet wurden… Da ist es gut zu wissen, auf welcher Seite ledige Madln ihre Schürze gebunden haben.

„G“ wie Gspusi!

Hat es beim Flirten „gefunkt“, hat Man(n), wenn auch vielleicht nurfür einen Abend, ein Gspusi!

„H“ wie Hügel!

Es wird gemunkelt, dass es auf solchen, hinter den Zelten gelegen, nicht gerade jugendfrei zugeht (siehe „F“ wie Flirten), aber nichts Genaues weiß man nicht…

„I“ wie ein Italiener-Wochenende!

Hilfe, die Italiener kommen! So oder ähnlich ist die Situation zu umschreiben, wenn Zehntausende italienische Gäste ihren Teil zu den Volksfesten beitragen.

„J“ wie Jubel!

Er brandet auf, wenn es den jeweiligen Honoratioren der einzelnen Städte gelungen ist, pannenfrei anzuzapfen, denn endlich darf der große Durst gelöscht werden…

„K“ wie Käferzelt!

So ein Prominenten-Zelt haben etliche Städte aufzuweisen, aber dieses ist München und dem Oktoberfest vorbehalten.

„L“ wie Lebkuchenherz!

Hier vereinigen sich „Spatzl“, „Mausi“ oder nur ein schlichter Gruß mit einem antikem Zuckerguss, um dem teigähnlichen Grundrohstoff einen Namen zu geben. Den Namen „Lebkuchen“ trägt er nach Jahrzehnten es Aushärtens nur noch aus nostalgischen Gründen…

„M“ wie Maß!

Hier ist „die Maß“ weiblich. Sollte jemand „ein Maß Bier“ bestellen, so outet er sich als ein Zuagroaster.

„N“ wie Noagerl!

Der unappetitliche Rest in der Maß muss nicht weiter kommentiert werden…

„O“ wie Öffnungszeit!

…ein kompliziertes Unterfangen, denn ab 9 Uhr dürfen die Gäste in München gewöhnlich auf das Festgelände. Der Bierausschank beginnt am Wochenende um 9 Uhr und unter der Woche um 10 Uhr. Schluss mit Musik & Bier ist zwischen 22.30 Uhr und 0.30 Uhr.

„P“ wie Prosit!

Dieses „P“ gilt der Gemüt!Lich!Keit und ist als Amüsierbefehl der Wiesn-Gassenhauer schlechthin.

„Q“ wie Quereinsteiger!

Diese haben es, ähnlich wie beim Karneval schwer. Denn, wer die Bespaßungsriten nicht schon mit der Muttermilch aufgesogen hat, fühlt sich erst einmal fremd. Dieses Gefühl sollte sich aber mit steigendem Alkohol-Konsum ändern…

„R“ wie Reservierung!

Sie ist auf der Münchner Wiesn in der Regel kostenfrei, wird aber elegant ausgehebelt, wenn Zelte den Kauf von Verzehrgutscheinen verlangen. Es soll aber auch schon vorgekommen sein, dass astronomische Preise von 3000 bis 6000 Euro für einen Zehnertisch via Internet gehandelt wurden…

„S“ wie Sicherheit!

Das Münchner Oktoberfest gibt es 2017 nur mit einer Lautsprecheranlage, um die Gäste bei einem Alarm besser leiten zu können.

„T“ wie Terror!

Poller & Betonsperren sprechen eine gemeinsame Sprache.

„U“ wie Umsatz!

Ein großes Geheimnis, aber selbst bei kleineren Zelten soll ein Gewinn von bis zu 1,5 Millionen Euro pro Saison nicht unüblich sein.

„V“ wie Vollrausch!

Prost!

„W“ wie Weinzelt!

…hier wird der Maßkrug nicht benötigt!

„X“ wie xuffa!

Hier handelt es sich nicht um die gebräuchlichste Schreibweise, aber wenn es heißt: „Oans, zwoa…“, dann hält es die Bierseligen nicht mehr, und sie rufen „gsuffa“ oder eben „xuffa“. Wird die Sache rein grammatikalisch betrachtet, so gehen wir vom Partizip Perfekt von „saufen“ aus. Faktisch ist dies aber ein Imperativ und fordert direkt dazu auf, die Maß Bier krachend gegen eine andere zu „donnern“, um anschließend einen tiefen Schluck nehmen zu können.

„Y“ wie Yokohama!

Wer glaubt, die Wiesn hätten nur in München und Wien Berechtigung, der irrt, denn sie sind wahre Exportschlager. So gibt es auch in Yangon (Myanmar) und Yokohama (Japan) ein Oktoberfest.

„Z“ wie Zapfenstreich!

…kennzeichnet die letzte Stunde der Party und auch unseren Schluss des Wiesn-ABC.

Bild: Spieth & Wensky

Von „A“ wie Anstich bis „Z“ wie Zapfenstreich - das große Wiesn-ABC für das Münchner Oktoberfest oder auch die Wiener Wiesn.

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