Charivari – das Bettelarmband der Tracht

Der wichtigste Trachtenschmuck für Männer sind neben den Trachtenmessern für die Lederhosen sogenannte Charivaris – gesprochen und manchmal auch geschrieben als Schariwari.

Charivari – der Trachtenschmuck

Charivari (bavaria, late 20.century)Charivaris sind meistens massive Silberketten mit möglichst vielen Anhängern. Traditionell werden Charivari individuell zusammmen gestellt. Sie wachsen im Laufe des Lebens um immer weitere Anhänger, Trophäen und Erinnerungsstücke. Stilechte Charirvaris bestehen aus vielen unterschiedlichen Anhängern. Neben Klassikern wie Jagdtrophäen und Grandeln, gehören dazu besonders auch kirchliche Motive, Glücksbringer und immer wieder auch Anhänger mit erotischen Motiven.

An einem Charivari sollten mindestens 5 Anhänger sein und im Laufe des Lebens sollte die Anzahl nach Möglichkeit auch ungerade bleiben – alles andere soll Unglück bringen.

Silberanhänger sind heute meist nachgebildete historische Münzen oder Jagdmotive. Aber auch Grandeln finden Verwendung. Grandeln ist ein waidmännischer Ausdruck für die Eckzähne von Wiederkäuern wie z.B. Hirsche. Jäger entnehmen Grandeln als Jagdtrophäen dem Gebiss. Hirschzähne werden übrigens schon seit Urzeiten als Schmuck verwendet.

Ein Charivari wird aber in manchen Gegenden nicht nur von Männern getragen, sondern auch von Frauen zum Dirndl.

Eigentlich ist es ja auch nur das “Bettelarmband” der Tracht, da die Anhänger über Jahre hinweg zu bestimmten Anlässen vermehrt werden. Denn ein volles Charivari entspricht wertmässig eher einem Kleinwagen.

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Bild: Wikimedia Commons

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