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3 schöne Ostertraditionen

3 schöne Ostertraditionen: Osterkerze, Osterfeuer & Osterlachen

Ostern ist das Fest, das für Neubeginn, Freude und Traditionen steht. Wir zeigen Ihnen hier 3 Traditionen, die sich rund um Osterkerze, Osterfeuer und das Osterlachen drehen.
Ostertraditionen

#1 Die Osterkerze

Die Osterkerze darf schon auf eine sehr alte Tradition zurückblicken. Ihr Entzünden vereinigt gleichermaßen die Lichttraditionen christlicher, jüdischer, römischer und griechischer Herkunft. Denn Licht, gilt ja bekanntermaßen schon seit langem als ein Zeichen für das Leben.

Die Osterkerze hat ihre frühesten Wurzeln im Christentum, denn damals zu Beginn der Osternacht, erhellte man die Gottesdienstfeier mit zahlreichen Kerzen. In Rom gab es sogar den Brauch, diese Feier mit zwei, ca. 2 Meter hohen Kerzen zu erleuchten.

Der Lauf der Jahrhunderte brachte es mit sich, dass die gesamte Feuersymbolik des Osterfeuers peu à peu auf die Osterkerze übertragen wurde. Das führte unweigerlich dazu, dass sie heute im Mittelpunkt jeder Osternachtfeier steht. Dabei wird der Symbolik natürlich eine große Rolle zugeschrieben, denn diese Kerze steht für Jesus Christus, der über Tod und Sterben siegt und aufersteht.

Wussten Sie eigentlich schon, dass die Osterkerze vermutlich gallisch-norditalienischen Ursprungs ist? Ihre erste Erwähnung fand übrigens im Jahr 384 in Piacenca statt, in einem damaligen Brief von Hieronymus. Bereits im Jahr 417 gebrauchte sie auch nachweislich der Papst Zosimus in Rom. Übrigens stammt der uralte Brauch, das Licht dieser Kerze an alle Gläubigen weiterzureichen, aus Jerusalem. Ab dem 11. Jahrhundert etablierte sich die Osterkerze auch im deutschsprachigen Raum.

Traditionell zieren auch viele Symbole aus der christlichen Geschichte diese besondere Kerze, die nur zu Ostern ihren Auftritt hat. Klassisch werden sie mit einem Kreuz, der aktuellen Jahreszahl sowie den griechischen Buchstaben Alpha und Omega verziert, wobei an den vier Kreuzbalkenenden und in der Kreuzmitte fünf rote oder goldene Wachsnägel eingesetzt werden, die als Zeichen für die Wundmale Christi stehen. Jedoch werden auch das Osterlamm, ein Fisch, Taube, Wasser, Baum oder Zweig, Regenbogen und Kelch sowie Hostie für die Symbolsprache genutzt.

Ein schönes Erlebnis ist es auch, zusammen mit den Kindern eine Osterkerze selbst zu basteln und zu gestalten – eine Idee, die schon vor dem Osterfest die Gelegenheit bietet, sich eingehend mit der Passionsgeschichte und dem dazugehörigen Ostergeschehen auseinanderzusetzen.

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#2 Das Osterfeuer

Das Osterfeuer steht unzweifelhaft für das Leben. Das Feuer kann schon als eines der bedeutendsten und damit wichtigsten Güter der Menschheit bezeichnet werden. Denn es spendet Licht & Wärme. Es hat die menschliche Kultur erst möglich gemacht und gilt bereits seit dem Altertum als etwas Heiliges.

Der schöne Brauch des Osterfeuers ist seit dem Jahre 1559 offiziell belegt, jedoch wird vermutet, dass es seine Wurzeln bereits in der vorchristlichen Tradition hat. Symbolisch für die Sonne als Mittelpunkt allen menschlichen Lebens stehend, begrüßten diese Frühlingsfeuer die Sonne, sozusagen als Sieger(in) über den langen, kalten Winter. Osterfeuer galten seit jeher als Kult, der zur Sicherung der Fruchtbarkeit, des Wachstums und der Ernte betrieben wurde. Sie wurden seit dem 11. Jahrhundert auch in Deutschland nachgewiesen.

Das Osterfeuer wird in der Feier der Osternacht vor der Kirche entfacht und geweiht. Anschließend wird an ihm die Osterkerze entzündet, die dann in feierlicher Prozession in die noch dunkle Kirche getragen wird. Dabei ertönt der dreimalige Ruf des „Lumen Christi“, was so viel heißt wie „Licht Christi“.

In anderen Regionen, zum Beispiel Deutschlands, ist es üblich, ein altes Brauchtum zu pflegen. Hier wird aus jungem Holz, Reisig und ähnlichen brennbaren Materialien ein großes Osterfeuer entzündet, um das man sich am Ostersonntag oder Ostermontag versammelt, um dann ein paar schöne Stunden und Momente zu verbringen.

#3 Das Osterlachen

Wann haben Sie das letzte Mal so richtig herzhaft gelacht? Nun, wenn es vorher damit nicht klappen sollte, an Ostern wäre eine gute Gelegenheit. Das Osterlachen, ein Ausdruck der Freude, greift dann wieder um sic. Diese alte Tradition wird heute noch zu Ostern in vielen Gemeinden als schöner Brauch gefeiert.

Beim Osterlachen erzählt der Priester in seiner Osterpredigt sehr lustige Anekdoten, die auch „Ostermär“ oder „Ostermärlein“ genannt werden, und bringt so die Gläubigen zum Lachen. Übrigens geht diese Tradition schon auf das 16. Jahrhundert zurück. Überraschende Witze und kleine Scherze galten bis ins 17. Jahrhundert hinein, als ein fester Bestandteil der Predigt in der Osternachtliturgie.

Dann im 18. Jahrhundert, verlor dieser schöne Brauch leider an Bedeutung, jedoch ist er, erfreulicherweise, auch heute noch fester Bestandteil des Osterfestes in einigen Gemeinden. Das Osterlachen soll den Charakter dieses Festes als einem schönen Fest der Freude zum Ausdruck bringen – also, lachen Sie mal wieder!

Altes Brauchtum und schöne Rituale, zu denen vielleicht auch das Backen eines Osterbrotes, das Alten und Kranken gebracht wird, und das legendäre Osterwasser, welches als Symbol für ewige Jugend und Schönheit sorgen soll, als alter Volksbrauch gehören, halten das Osterfest lebendig.

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