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13 interessante Ostergeheimnisse

Nicht nur der Weihnachtsmann nimmt seinen „Job“ ernst, auch der Osterhase agiert seit Jahrhunderten als Wunscherfüller, wenn auch vielleicht als etwas kleinerer. Wie schön, wenn glänzende Kinderaugen mit ihm Bekanntschaft machen – oder?

Aber, gibt es hinter ihm auch die Geschichte, die ihn groß gemacht hat? Egal, ob Weihnachtsmann oder Osterhase, sie sind uns beide lieb, dennoch existieren sie, die Mythen oder auch Ostergeheimnisse, von denen wir ihnen hier 13 zeigen möchten.

13 Ostergeheimnisse – was sie schon immer über Ostern wissen wollten und sich nicht zu fragen trauten

1. Warum fällt Ostern jedes Jahr auf ein anderes Datum?

Allen, die es überhaupt nicht erwarten können, fällt es bestimmt nicht leicht, aber sie müssen sich nach dem Vollmond richten, er gibt den Termin vor. Ostern wird am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling gefeiert, so will es der Feiertagskalender, der schon eine ganze Weile existiert.

Das Datum des christlichen Osterfestes wurde bereits im Jahr 325 beim Konzil von Nicäa dokumentiert und hat bis heute Bestand, denn der Ostersonntag kann demzufolge frühestens am 22. März und spätestens am 25. April stattfinden. Es ist dem Osterfest vergönnt, die „Vorgabe“ für alle anderen beweglichen Feiertage zu geben. So werden Christi Himmelfahrt, 39 Tage nach Ostern, Pfingstmontag, 50 Tage nach Ostern, und Fronleichnam, 60 Tage nach Ostern, schlichtweg in die „2. Reihe“ verbannt.

2. Welchen Weg nahm das Osterlamm – wo kommt es her?

Diese Geschichte entstammt dem Alten Testament. Es begab sich also, dass das Volk Israel versklavt in Ägypten lebte, weil der dortige Pharao es nicht ziehen lassen wollte. Diese Ungerechtigkeit rief schließlich den Zorn Gottes hervor, der über jedes ägyptische Haus kam, während die Hütten der Israeliten verschont blieben, denn diese hatten ihre Haustüren mit dem Blut geschlachteter Lämmer bestrichen.

Diesen Ritus übernahm das Christentum in abgewandelter Form, denn das „Lamm Gottes“ ist hier Christus selbst, der die Welt durch sein Opfer erlöst.
Ostergeheimnisse

3. Wofür steht der Osterhase – was symbolisiert er?

Der Hase, zu dessen Charakteristika es gehört, sich rasant zu vermehren, gilt als Symbol für Fruchtbarkeit. Explizit die germanische Fruchtbarkeitsgöttin Eostre hat hier ihre Hände im Spiel. Denn ihr Fest, Ostara genannt, wurde in jedem Frühjahr gefeiert. Bereits im Jahre 1682 erwähnte ein in Heidelberg ansässiger Arzt erstmals den Osterhasen, der die vielen leckeren Eier bringt.

Gehen wir ein wenig mehr in die Annalen der Geschichte, so waren es vorher schon Storch, Fuchs, ja sogar ein Ostervogel, die mit dieser wichtigen Aufgabe „betraut“ wurden, denn Eier galten schon bei den Persern, Ägyptern und Babyloniern als ein Symbol der Fruchtbarkeit. Nun stellte sich heraus, dass der Zusammenhang von „Hase & Eier“ quasi doppelt gemoppelt war.

4. Welches Ei steht in dem Ruf, das teuerste Osterei der Welt zu sein?

Dieser Ruf kann dem sogenannten Krönungsei nicht mehr streitig gemacht werden, das aus der Werkstatt des Goldschmiedes Carl Peter Fabergé in St. Petersburg stammt und im Jahre 1897 gefertigt wurde. Einst schenkte Zar Nikolaus II. diese 12,6 Zentimeter große Pretiose seiner Gemahlin Alexandra.

Das „Teuerste Osterei der Welt“ ist dem Krönungsmantel der Zarin nachempfunden, und das Auktionshaus Sotheby’s gab mit rund 24 Millionen US-Dollar eine klare preisliche Vorgabe. Als kleine Überraschung obendrauf, enthält das Luxus-Ei eine goldene, mit Juwelen besetzte, neun Zentimeter kleine Kutsche. Diese wurde so detailgetreu und liebevoll gefertigt, dass sich eine winzige Treppe entfaltet, sobald die Tür geöffnet wird.

Heute befindet sich das Krönungsei in der großen Sammlung des russischen Ölmagnaten Viktor Vekselberg, der im April 2010 neun der berühmten Fabergé-Eier nach Moskau zurückgeholt hat. Der damals 46-jährige Russe kaufte sie zusammen mit weiteren edlen Kostbarkeiten des Juweliers Fabergé der Familie de US-Millionärs Malcolm Forbes für rund 80 Millionen Euro ab.

Der US-Millionär hatte die Pretiosen über Jahrzehnte hinweg zusammengetragen, und eigentlich sollten die filigranen Schmuckstücke Ende April 2010 bei Sotheby’s in New York versteigert werden, aber Viktor Vekselberg war schneller und stellt heute nach dem Moskauer Kreml, der zehn Stück besitzt, die umfangreichste Sammlung.

5. Was bedeuten Palmzweige in der Zeit um das Osterfest?

Die Prozession, die am Palmsonntag stattfindet, erinnert jedes Jahr an den Einzug von Jesus in Jerusalem, welcher, der Überlieferung nach, auf dem Rücken des Palmesels stattfand. Die Palmstangen, Palmbesen oder auch Palmbuschen werden nach der Prozession mit Weihwasser
gesegnet.

Da es oft am notwendigen Palmmaterial mangelt, bestehen die Buschen in unseren Landen aus sieben Gewächsen. Und so werden Weidenkätzchen, Buchsbaum, Wacholder, Stechpalme, Eibe, Zeder und Sadebaum hierzulande auf einen mit Früchten und Bändern geschmückten Stock gebunden, wobei die Stangen die Bitte um Wachstum symbolisieren.

6. Warum werden eigentlich Osterfeuer entzündet?

Es ist alter Brauch, dass am Gründonnerstag in der Kirche alle Lichter gelöscht werden. Erst die Osternacht, die Nacht von Karsamstag auf Ostersonntag, wird wieder als Nacht des Lichts bezeichnet, denn dieses soll das Dunkel der Sünde vertreiben. Dann wird vor der Kirche ein Feuer entzündet, damit die Osterkerze das Licht wieder in die Kirche bringt.

7. Warum ist die Dauer der Fastenzeit auf 40 Tage festgelegt?

In diesem Zusammenhang steht die „40“ als eine Zahl mit hohem Symbolwert. Wird wieder der Überlieferung gefolgt, so fastete Jesus 40 Tage in der Wüste, Moses hielt es 40 Tage auf dem Berg Sinai, und das Volk der Israeliten wanderte nach dem Auszug aus Ägypten ganze 40 Tage durch die Wüste.

Es ist aber tatsächlich so, dass die Fastenzeit, die jedes Jahr am Aschermittwoch beginnt und Ostern endet, länger als 40 Tage dauert. Warum? Nun, die Sonntage werden in diesem Zeitraum nicht als Fastentage gerechnet!

8. Warum färben wir Ostereier bunt?

Früher war es so, dass die Christen in der 40-tägigen Fastenzeit vor Ostern nicht nur den Verzehr von Fleisch verschmähten, sondern auch auf Eier verzichteten. Damals sammelte man die nicht gegessenen Eier und bewahrte sie in kühler Erde oder Stroh auf. Am Ende der Fastenzeit brachte man die Eier in die Kirche gebracht. Dort wurden sie gesegnet, um dann zum Fastenbrechen endlich gegessen zu werden.

Um nun die hartgekochten und gesegneten Eier von den ganz „gewöhnlichen“ eindeutig unterscheiden zu können, wurden sie rot gefärbt – ein Brauch, der seit ca. 800 Jahren bekannt ist.

>>>Erfahren Sie hier mehr über den Brauch des Ostereierfärbens.

9. Was ist in einer Osterkrippe zu besichtigen?

Eine Oster- oder Passionskrippe stellt den gesamten Leidensweg Christi bildlich dar. Im Gegensatz zur Weihnachtskrippe wird sie auch als „Ernste Krippe“ bezeichnet. Sehr anschaulich verdeutlicht eine Osterkrippe den Einzug in Jerusalem, das letzte Abendmahl, den Passionsweg und die Kreuzigung bis zur Auferstehung.

10. Wer steht hinter der Erfindung des Eierpeckens?

Es ist überliefert, dass vermutlich die serbisch-orthodoxen Christen hinter dem Eierpecken stehen, denn sie schlugen die Ostereier, verbunden mit dem Ruf „Christus ist auferstanden“, aneinander.

Eine schöne Tradition, die den Ostermorgen bereichert! Dabei schlagen zwei Gegner Eier Spitze auf Spitze. Sieger ist, wessen Ei gänzlich unversehrt bleibt. Dieser Brauch wird in Kärnten als „Aalan tuatschn“ und in Salzburg als „Oalala tutschen“ bezeichnet.

Es wird auch ein wenig geschummelt, was natürlich keiner zugeben würde. So sind die
Schalen von den Eiern jüngerer Hühner proteinreicher und damit stabiler und manchmal muss auch ein „Gips-Ei“ herhalten, ein ausgeblasenes und mit Gips gefülltes Ei, das als unzerbrechlich gilt.

11. Wo hat es sich versteckt, das größte Osterei der Welt?

Der Weg ist weit, manchmal ist er sogar das Ziel. Aber wer sich am größten Osterei der Welt erfreuen möchte, muss schon den Weg nach Kanada auf sich nehmen. Hier steht es und besteht aus vielen dreieckigen Aluminiumplatten, die so gar nicht an Schokolade erinnern.

Schade, denn diese wird hier vergebens gesucht, bei einem Ei, das 5,58 m lang, 7,8 m breit und 9,63 m hoch ist sowie 2,5 Tonnen auf die Waage bringt. Dieses Osterei wurde anlässlich des 100. Jubiläums der Royal Canadian Mounted Police aufgestellt und befindet sich im Park von Vegreville, einer Kleinstadt in Alberta. In dieser Stadt leben viele Menschen mit ukrainischen Wurzeln, so dass das Ei auch mit traditionellen ukrainischen Ornamenten verziert wurde.

12. Wieso tragen Priester ein Gewand in Violett?

Violett zählt zu den liturgischen Farben. Das heißt, die Farben der Gewänder all jener, die am Altar einen Dienst verrichten, stehen für den Charakter und die Stimmung der kirchlichen Riten. Violett gilt dabei als Farbe des Übergangs und der Verwandlung. Es steht aber auch für Buße und wird deswegen in der Fastenzeit sowie im Advent getragen.

Weiß dagegen, die Farbe des Lichts, wird zu Hochfesten wie Ostern und Weihnachten bevorzugt. Rot, die Farbe des Blutes und das Symbol des Heiligen Geistes, wird am Palmsonntag, Karfreitag und zu Pfingsten angelegt. Grün, die Farbe der Hoffnung, wird an allen Werktagen, auf die kein Heiligenfest fällt, getragen. Last but not least fehlt noch Schwarz, die Farbe der Trauer. Diese ist Allerseelen und Begräbnissen vorbehalten.

13. Wer sind die derzeit beliebtesten Osterhasen?

In Zeiten des Internets hören diese auf die Namen Eddy und Rambo. Es handelt sich um zwei putzig-flauschige Gesellen, Kaninchen genannt, die in immer neuen Verkleidungen im Foto-Netzwerk Instagram auftauche und auf eine beachtliche Zahl von „Freunden“ verweisen können.

Aber auch Marbles, Olive und Schlappohr Benjamin sorgen hier mächtig für Furore. So ist es gar nicht schwer, dem leibhaftigen Osterhasen wirklich zu begegnen!

Wir wünschen jedenfalls schon mal ein schönes Osterfest mit einem fleißigen Osterhasen!

Bild: Congerdesign – Pixabay, Hans – Pixabay,  Gary Bendig – Unsplash

Eierpecken, Osterhase, Osterfeuer - was Sie schon immer über Ostern wissen wollten! Hier werden Ihnen 13 Ostergeheimnisse verraten. #ostern

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